Schreibanleitung zu Text 1+2
Wie schon erwähnt mache ich diese Online-Schreib-Therapie
Hier die erste Schreibanweisung die ich dazu erhalten habe:
In der ersten Behandlungsphase geht es darum, den Verarbeitungsprozess zu aktivieren, indem Sie ganz genau aufschreiben, was Ihnen passiert ist.
Es kann sein, dass es mehrere schwere Ereignisse im Zusammenhang mit dem Verlust Ihres Kindes gab oder aber, dass sich verschiedene Ereignisse aus derselben belastenden Situation ergeben haben. In einem solchen Fall wäre es wichtig, ein deutliches Ereignis oder Erlebnis auszuwählen, über das Sie schreiben möchten
Es ist wichtig, sich besonders auf die Situationen und Momente zu konzentrieren, die Sie als am stärksten belastend empfinden. Die schmerzhaftesten Erinnerungen werden im alltäglichen Leben verdrängt, was zur Folge hat, dass sie unverarbeitet bleiben.
Häufig sind das auch Bilder, die sich Ihnen in Form von wiederkehrenden Erinnerungen oder Albträumen aufdrängen und intensive Gefühle oder Körperreaktionen verursachen, wie zum Beispiel schwitzen, kalte Hände oder Schwindel.
Wenn Sie sich entschieden haben, über welches Ereignis Sie schreiben werden, konzentrieren Sie sich erst ein paar Minuten auf diesen spezifischen Moment. Beginnen Sie mit dem Schreiben, wenn Sie die damalige Situation wieder vor Augen haben.
Beschreiben Sie alles, was passiert ist, als Sie Ihr Kind verloren haben so detailliert wie möglich.
Schreiben Sie in der Ich-Form und in der Gegenwartsform, als ob Sie das Ereignis in diesem Moment erleben. Um Sie dabei zu unterstützen, ist die weitere Anleitung in der Gegenwartsform geschrieben.
Beispiel: Ich bin im Krankenhaus, liege in einem Bett und höre die Stimmen der Krankenschwestern. ...
Beschreiben Sie vor allem das tatsächliche Geschehen, aber auch Gefühle, die Sie erleben. Zum Beispiel: „Ich bin wütend, ängstlich, ich gerate in Panik, Schrecken, fühle tiefe Traurigkeit, ich merke, wie ich argwöhnisch werde usw...“. Versuchen Sie auch, Emotionen zu beschreiben, über die Sie bisher nicht sprechen konnten oder an die Sie bisher nicht denken wollten oder konnten.
Starke Emotionen gehen oft mit körperlichen und sensorischen (sinnlichen) Reaktionen einher, zum Beispiel dem Gefühl, vor Schreck gelähmt zu sein, mit Gänsehaut, Herzklopfen oder einem trockenen Mund. Beschreiben Sie diese körperlichen Reaktionen und alles, was Sie hören, was Sie sehen und was Sie riechen.
Schreiben Sie so spontan wie möglich. Kümmern Sie sich nicht um sprachliche - oder Tippfehler. Es wird nicht auf Grammatik geachtet. Es geht darum, dass Sie alles äußern, was Ihnen einfällt, wenn Sie sich auf den erschütterndsten Moment konzentrieren. Wenn Sie das Bedürfnis haben zu schimpfen, tun Sie es. Auch Worte und Sätze zu wiederholen ist erlaubt.
Die Texte müssen keine logische Reihenfolge haben. Es geht nicht darum, die Zeit vor dem Geschehnis zu beschreiben, sondern Sie sollten mit einem beliebigen aber wichtigen Aspekt des Ereignisses beginnen. Hierbei ist es jedoch sehr wichtig, dass Sie sich immer auf den für Sie schockierendsten Moment des Ereignisses konzentrieren. Denken Sie daran, Sie dürfen sich so oft wiederholen wie Sie möchten.
Entspannung
Überlegen Sie sich, wie Sie sich nach dem Schreiben entspannen möchten. Das kann für jeden verschieden sein. Der eine entspannt sich bei einem langen Spaziergang, der andere zieht sich zurück und hört Musik.
Versuchen Sie, sich vor dem Schreiben immer 2 Minuten lang in das traumatische Erlebnis einzuleben. Denken Sie an einen Gegenstand, der mit diesem Erlebnis verbunden ist oder stellen Sie diesen Gegenstand (z.B. Foto, Kuscheltier) auf Ihren Schreibtisch. Wenn Sie möchten, können Sie auch Musik hören, die an das Geschehnis erinnert. Fangen Sie danach an zu schreiben.
Diese Anleitung gilt auch für den zweiten Text. Lesen Sie diese Anleitung ein weiteres Mal unmittelbar bevor Sie mit dem Schreiben des zweiten Textes beginnen. Der zweite Text sollte an der Stelle anknüpfen, an der Sie im ersten Text aufgehört haben zu schreiben. Wenn Sie das Ereignis im ersten Text schon ganz beschrieben haben, beginnen Sie im zweiten Text erneut. In diesem Fall sollten Sie die wichtigsten - Sie am meisten beunruhigenden - Teile aus dem ersten Text noch ausführlicher beschreiben.
Hier die erste Schreibanweisung die ich dazu erhalten habe:
In der ersten Behandlungsphase geht es darum, den Verarbeitungsprozess zu aktivieren, indem Sie ganz genau aufschreiben, was Ihnen passiert ist.
Es kann sein, dass es mehrere schwere Ereignisse im Zusammenhang mit dem Verlust Ihres Kindes gab oder aber, dass sich verschiedene Ereignisse aus derselben belastenden Situation ergeben haben. In einem solchen Fall wäre es wichtig, ein deutliches Ereignis oder Erlebnis auszuwählen, über das Sie schreiben möchten
Es ist wichtig, sich besonders auf die Situationen und Momente zu konzentrieren, die Sie als am stärksten belastend empfinden. Die schmerzhaftesten Erinnerungen werden im alltäglichen Leben verdrängt, was zur Folge hat, dass sie unverarbeitet bleiben.
Häufig sind das auch Bilder, die sich Ihnen in Form von wiederkehrenden Erinnerungen oder Albträumen aufdrängen und intensive Gefühle oder Körperreaktionen verursachen, wie zum Beispiel schwitzen, kalte Hände oder Schwindel.
Wenn Sie sich entschieden haben, über welches Ereignis Sie schreiben werden, konzentrieren Sie sich erst ein paar Minuten auf diesen spezifischen Moment. Beginnen Sie mit dem Schreiben, wenn Sie die damalige Situation wieder vor Augen haben.
Beschreiben Sie alles, was passiert ist, als Sie Ihr Kind verloren haben so detailliert wie möglich.
Schreiben Sie in der Ich-Form und in der Gegenwartsform, als ob Sie das Ereignis in diesem Moment erleben. Um Sie dabei zu unterstützen, ist die weitere Anleitung in der Gegenwartsform geschrieben.
Beispiel: Ich bin im Krankenhaus, liege in einem Bett und höre die Stimmen der Krankenschwestern. ...
Beschreiben Sie vor allem das tatsächliche Geschehen, aber auch Gefühle, die Sie erleben. Zum Beispiel: „Ich bin wütend, ängstlich, ich gerate in Panik, Schrecken, fühle tiefe Traurigkeit, ich merke, wie ich argwöhnisch werde usw...“. Versuchen Sie auch, Emotionen zu beschreiben, über die Sie bisher nicht sprechen konnten oder an die Sie bisher nicht denken wollten oder konnten.
Starke Emotionen gehen oft mit körperlichen und sensorischen (sinnlichen) Reaktionen einher, zum Beispiel dem Gefühl, vor Schreck gelähmt zu sein, mit Gänsehaut, Herzklopfen oder einem trockenen Mund. Beschreiben Sie diese körperlichen Reaktionen und alles, was Sie hören, was Sie sehen und was Sie riechen.
Schreiben Sie so spontan wie möglich. Kümmern Sie sich nicht um sprachliche - oder Tippfehler. Es wird nicht auf Grammatik geachtet. Es geht darum, dass Sie alles äußern, was Ihnen einfällt, wenn Sie sich auf den erschütterndsten Moment konzentrieren. Wenn Sie das Bedürfnis haben zu schimpfen, tun Sie es. Auch Worte und Sätze zu wiederholen ist erlaubt.
Die Texte müssen keine logische Reihenfolge haben. Es geht nicht darum, die Zeit vor dem Geschehnis zu beschreiben, sondern Sie sollten mit einem beliebigen aber wichtigen Aspekt des Ereignisses beginnen. Hierbei ist es jedoch sehr wichtig, dass Sie sich immer auf den für Sie schockierendsten Moment des Ereignisses konzentrieren. Denken Sie daran, Sie dürfen sich so oft wiederholen wie Sie möchten.
Entspannung
Überlegen Sie sich, wie Sie sich nach dem Schreiben entspannen möchten. Das kann für jeden verschieden sein. Der eine entspannt sich bei einem langen Spaziergang, der andere zieht sich zurück und hört Musik.
Versuchen Sie, sich vor dem Schreiben immer 2 Minuten lang in das traumatische Erlebnis einzuleben. Denken Sie an einen Gegenstand, der mit diesem Erlebnis verbunden ist oder stellen Sie diesen Gegenstand (z.B. Foto, Kuscheltier) auf Ihren Schreibtisch. Wenn Sie möchten, können Sie auch Musik hören, die an das Geschehnis erinnert. Fangen Sie danach an zu schreiben.
Diese Anleitung gilt auch für den zweiten Text. Lesen Sie diese Anleitung ein weiteres Mal unmittelbar bevor Sie mit dem Schreiben des zweiten Textes beginnen. Der zweite Text sollte an der Stelle anknüpfen, an der Sie im ersten Text aufgehört haben zu schreiben. Wenn Sie das Ereignis im ersten Text schon ganz beschrieben haben, beginnen Sie im zweiten Text erneut. In diesem Fall sollten Sie die wichtigsten - Sie am meisten beunruhigenden - Teile aus dem ersten Text noch ausführlicher beschreiben.
Zoe Sou - 6. Feb, 17:19
