Text 7
Liebe Lynda,
letzte Woche hatte ich wieder einen Tag in denen mir das Leben sehr sinnlos erschien ohne meinen kleinen Zwerg. Ich habe dann sofort angefangen mich mit Freunden zu verabreden. Es tut mir immer sehr gut mit Freunden zu reden und auch an den normalen Dingen des Lebens Teil zu haben.
Ich habe mir nochmal den Abschiedsbrief durchgelesen den ich meinem Zwerg geschrieben habe um ihn irgendwie noch mal ganz nah bei mir zu haben, zumindest in Gedanken. Seit Weihnachten steht neben dem Fernseher auf dem kleinen Regal aus Holz eine sternförmige Kerze, daneben habe ich eine kleine Figur gestellt, es ist ein Babyengel der schläft, seine Flügel legen sich schützend um ihn herum. Ich mag diese Figur denn sie ist jetzt Teil meines Alltags und sie zeigt mir dass mein Zwerg da war und seine kurze Anwesenheit meine Seele zu tiefst berührt hat.
Außerdem habe ich im Schlafzimmer ein erstes Familienfoto aufgehängt, es ist sehr groß dass geb ich zu (DIN A1) aber es macht sich sehr gut. Das Bild ist eines dass ich in Paris vom mir und Paul gemacht habe, meinen Zwerg trug ich dort noch in mir. Auch im Büro habe ich es aufgehängt und wenn ich keine Kraft mehr habe schaue ich mir an wie Johannes und ich glücklich in die Kamera lächeln.
Überleg doch mal was dir deinen Kleinen täglich in Erinnerung ruft? Vielleicht geht es dir dann wie mir und du fühlst dich dann nicht mehr so verlassen und es kommt dir nicht mehr alles so unwirklich vor.
Ich weiß dass es einem auch körperlich nicht gut geht wenn die Seele leidet, ich selber konnte schlecht bis gar nicht schlafen, selbst momentan bekomme ich schlecht Luft und muss viel Husten, ich bin mir aber sicher dass es deshalb ist weil ich mich gerade intensiv mit der Thematik beschäftige, aber ich hoffe auch dass ich mich danach wieder besser fühle und mich wieder entspannen kann.
Diese schmerzhafte Erfahrung hat mich auch zum denken gebracht, ich glaube ich hätte auch frühere schwierige Erfahrungen anders angehen und verarbeiten sollen, vielleicht gelingt mir das hinterher, Stück für Stück. Aber zumindest fühle mich dem jetzt gewachsen, denn es gibt Erlebnisse die belasten einen unverarbeitet sein ganzes Leben.
Lass nicht zu dass dein Schicksal dein Leben diktiert, versuche es weiterhin zu gestalten, so dass du glücklich darüber sein kannst dass du lebst und dass du in der Lage bist selber Leben zu erschaffen.
Wenn es dir schwer fallen sollte dich mit deinem Mann zu unterhalten dann schreib ihm doch einfach auf wie du dich fühlst. Auch mein Johannes ist da sehr verschlossen und macht das lieber mit sich selber aus, er möchte für mich besonders stark sein und ich habe dabei Angst dass er sich selber dabei vergisst. Deshalb habe ich ihm immer geschrieben wie ich mich fühle, ihm hat das auch geholfen mich besser zu verstehen und sich in mich hinein zu fühlen. Ich denke deshalb haben wir diese schwere Zeit auch so gut überstanden und sind nicht daran zerbrochen. Wichtig ist dass ihr das gemeinsam macht, jeder für sich und doch gemeinsam. Uns haben auch viele gemeinsame Aktivitäten geholfen, gemeinsames Spielen und jetzt unser gemeinsamer Hund.
Du wirst sicher noch den ein oder anderen schlechten Tag haben, aber dazwischen werden auch viele schöne Tage sein und irgendwann hältst du wieder einen positiven Schwangerschaftstest in den Händen, dann geht das nächste Abenteuer los.
Ich werde auf jeden Fall immer dabei sein,
Deine Freundin Zoe
letzte Woche hatte ich wieder einen Tag in denen mir das Leben sehr sinnlos erschien ohne meinen kleinen Zwerg. Ich habe dann sofort angefangen mich mit Freunden zu verabreden. Es tut mir immer sehr gut mit Freunden zu reden und auch an den normalen Dingen des Lebens Teil zu haben.
Ich habe mir nochmal den Abschiedsbrief durchgelesen den ich meinem Zwerg geschrieben habe um ihn irgendwie noch mal ganz nah bei mir zu haben, zumindest in Gedanken. Seit Weihnachten steht neben dem Fernseher auf dem kleinen Regal aus Holz eine sternförmige Kerze, daneben habe ich eine kleine Figur gestellt, es ist ein Babyengel der schläft, seine Flügel legen sich schützend um ihn herum. Ich mag diese Figur denn sie ist jetzt Teil meines Alltags und sie zeigt mir dass mein Zwerg da war und seine kurze Anwesenheit meine Seele zu tiefst berührt hat.
Außerdem habe ich im Schlafzimmer ein erstes Familienfoto aufgehängt, es ist sehr groß dass geb ich zu (DIN A1) aber es macht sich sehr gut. Das Bild ist eines dass ich in Paris vom mir und Paul gemacht habe, meinen Zwerg trug ich dort noch in mir. Auch im Büro habe ich es aufgehängt und wenn ich keine Kraft mehr habe schaue ich mir an wie Johannes und ich glücklich in die Kamera lächeln.
Überleg doch mal was dir deinen Kleinen täglich in Erinnerung ruft? Vielleicht geht es dir dann wie mir und du fühlst dich dann nicht mehr so verlassen und es kommt dir nicht mehr alles so unwirklich vor.
Ich weiß dass es einem auch körperlich nicht gut geht wenn die Seele leidet, ich selber konnte schlecht bis gar nicht schlafen, selbst momentan bekomme ich schlecht Luft und muss viel Husten, ich bin mir aber sicher dass es deshalb ist weil ich mich gerade intensiv mit der Thematik beschäftige, aber ich hoffe auch dass ich mich danach wieder besser fühle und mich wieder entspannen kann.
Diese schmerzhafte Erfahrung hat mich auch zum denken gebracht, ich glaube ich hätte auch frühere schwierige Erfahrungen anders angehen und verarbeiten sollen, vielleicht gelingt mir das hinterher, Stück für Stück. Aber zumindest fühle mich dem jetzt gewachsen, denn es gibt Erlebnisse die belasten einen unverarbeitet sein ganzes Leben.
Lass nicht zu dass dein Schicksal dein Leben diktiert, versuche es weiterhin zu gestalten, so dass du glücklich darüber sein kannst dass du lebst und dass du in der Lage bist selber Leben zu erschaffen.
Wenn es dir schwer fallen sollte dich mit deinem Mann zu unterhalten dann schreib ihm doch einfach auf wie du dich fühlst. Auch mein Johannes ist da sehr verschlossen und macht das lieber mit sich selber aus, er möchte für mich besonders stark sein und ich habe dabei Angst dass er sich selber dabei vergisst. Deshalb habe ich ihm immer geschrieben wie ich mich fühle, ihm hat das auch geholfen mich besser zu verstehen und sich in mich hinein zu fühlen. Ich denke deshalb haben wir diese schwere Zeit auch so gut überstanden und sind nicht daran zerbrochen. Wichtig ist dass ihr das gemeinsam macht, jeder für sich und doch gemeinsam. Uns haben auch viele gemeinsame Aktivitäten geholfen, gemeinsames Spielen und jetzt unser gemeinsamer Hund.
Du wirst sicher noch den ein oder anderen schlechten Tag haben, aber dazwischen werden auch viele schöne Tage sein und irgendwann hältst du wieder einen positiven Schwangerschaftstest in den Händen, dann geht das nächste Abenteuer los.
Ich werde auf jeden Fall immer dabei sein,
Deine Freundin Zoe
Zoe Sou - 19. Feb, 16:43
